Sportline Schaltknauf erneuern Mercedes 190 W201

Hallo liebe W201 Fahrer,
da mein Sportline Schaltknauf, bzw. die Kappe oben schon ein wenig mitgenommen aussieht, hab ich beschlossen diese zu erneuern.

 
Das erneuern geht eigentlich relativ einfach und schnell! Ich bin dazu vorgegangen wie Basti1990 vom W201 Forum, an dieser Stelle nochmal ein großes Lob an Dich !

Folgendes „Zubehör“ benötigt Ihr für die Erneuerung:
– ca. 0,5 mm starkes Lamm-Nappa-Leder (habe meins recht günstig bei eBay geschossen -> Es reicht ein Reststück von ca. 10cm x 10cm)
– eine kleine Schere
– einen Kreuzschlitz Schraubendreher
– einen dünnen Stift, der auf Leder schreibt (z.B. Edding/Fineliner)
– ein Glas warmes Wasser

Anleitung

  1. Ihr müsst das Lederband unterhalb der Kappe rausziehen, an irgendeiner Stelle sieht man die Enden, hier ist sogar eine Lücke zu sehen. Falls es schwer geht mit der Nagelfeile o.ä. nachhelfen um es herauszubekommen

2. Nachdem ihr den „Keil?!“ rundrum entfernt habt, sollte die Plastikkappe mit dem Sportline Emblem abfallen 

3. Jetzt den Schaltknauf von Kleberückständen befreien, diese kann man einfach abziehen.

4. Durch sanftes hin- und herbiegen der Kappe löst sich die Plakette und kann herausgenommen werden. Die Klebereste unter der Kappe ebenfalls entfernen.

5. Die Kappe nun aufs Leder auflegen und ein (großzügig bemessenes) Stück ausschneiden, etwa so

6. Jetzt kommt das Anzeichnen des Umrisses der Kappe auf dem Leder, das geht am besten so: Die Kappe mittig auf die Unterseite des Leders legen und das Leder mit dem Ringfinger von unten gegen die Kappe drücken, die man mit dem Daumen fixiert. Mit Zeige- und Mittelfinger das Leder an der Kappe andrücken und glattstreichen, mit der anderen Hand und dem Stift die Kante der Kappe anzeichnen. Oft umgreifen, aber die Kappe nicht auf dem Leder verschieben.

7. Jetzt die angezeichnete Form ausschneiden, dabei nicht genau den angezeichneten Umriss schneiden sondern mit etwas Abstand! Man braucht den entstehenden Überstand, um das Leder in den Schlitz am Schaltknauf zu drücken.

8. Jetzt den Überstand mit der Schere in kurzen Abständen bis zum angezeichneten Umriss einschneiden, dabei darauf aufpassen, nicht zu tief zu schneiden. Die Schnitte bewirken, dass man das Leder faltenfrei aufziehen kann

9. Anschließend das Leder komplett ins Wasser tauchen, bis es richtig vollgesaugt ist.

10. Das nasse Leder auf die Kappe legen und ausrichten, dann fest andrücken: Die Vertiefung, in der die Plakette später sitzt drück sich durch. Diese nun anzeichen, jedoch nicht direkt an der durchgedrückten Kante sondern etwas weiter innen:

11. Die angezeichnete Vertiefung nun entlang den angezeichneten Linie ausschneiden und wie bereits außen, die Ränder etwas einschneiden: 

12. Das nun fertig zugeschnittene und vorbereitete Leder (falls es inzwischen wieder etwas angetrocknet sein sollte, unbedingt wieder nass machen!) richtig ausgerichtet auf die Kappe legen und die Kappe auf den Schaltknauf setzten. Dann die Plakette in die Vertiefung festdrücken. Sie sollte sich satt reinsetzen und sich mit einem schmatzenden Geräusch in ihre Endposition begeben. Es wird kein Kleber oä. benötigt! Die Kappe hält bombenfest!

13. Jetzt kann man damit beginnen, das Leder über die Kappe zu ziehen und in den Schlitz am Schaltknauf zu stopfen. Am Besten beginnt man an dem Teil, der später im Auto Richtung Heck zeigt, damit man den Teil, der später zum Aschenbecher zeigt (und den somit niemand sieht) zuletzt drankommt. Falls es nicht ganz perfekt wird, kann man das so verstecken. 

14. Das Zwischenergebnis sollte nun so ausschauen: 

15. Jetzt muss der Keil wieder an seinen Platz. An einer Stelle beginnen und sich dann ziehend/drückend einmal rundherum arbeiten. Der Keil kann sehr schwer reingehen, mann muss sich Stück für Stück vorarbeiten und fest eindrücken…

Das Endergebnis sollte im besten Fall dann so aussehen:

Der Schaltknauf sieht eigentlich wieder aus wie neu, und Ihr habt euch eine Menge Geld gespart 🙂

Viel Erfolg beim Erneuern!

Pizza napoletana mit dem Moesta Smokin‘ PizzaRing

Das Herzstück jeder Pizza ist meiner Meinung nach nicht die fülle an Belag, sondern der Teig darunter. Ein guter Teig sowie eine gute Tomatensauce machen den Unterschied!

Darum werden wir beides selber machen.

Zutaten für ca. sechs bis acht Pizzen: 

1 kg Mehl Typ 00 
0,55 Liter lauwarmes Wasser 
10 g frische Hefe 
25 g Salz 

Zubereitung des Teigs
Kneten tun wir natürlich traditionell von Hand
🙂
Die Frische Hefe löst ihr am besten mit einem Schneebesen und 100 ml lauwarmem Wasser sowie 50 g Mehl in einer größeren Schüssel auf. Ihr müsst solange rühren bis es ein etwas dickerer Brei wird, anschließend lasst Ihr den „Brei“ ca. 10 Minuten gehen. Den Rest des Mehls, sowie Salz und restliches Wasser gebt ihr nach und nach in die Schüssel und knetet dabei die Masse durch. Nach ca. 10 Minuten kneten habt ihr dann eine schöne Teigkugel.

Teig gehen lassen
Den Teig in eine große Schüssel geben und mit einem feuchten Geschirrtuch abdecken, damit seine Oberfläche nicht hart wird und eine Kruste bildet. Ihr könnt das Geschirrtuch unter dem Wasserhahn richtig nass machen. Den Teig dann bei Zimmertemperatur mindestens zwei Stunden gehen lassen.

Teigkugeln formen
Nach zwei Stunden kleine Teigkugeln mit ca 200 g formen. Ihr solltet gute 6-8 Kugeln aus dem gegangene Teig rausbekommen. Die Kugeln dann wieder mit einem feuchten Geschirrtuch abdecken und bei Zimmertemperatur weitere vier bis sechs Stunden gehen lassen. Anschließend sind die Teigkugeln fertig und können für die Pizza verarbeitet werden.

Das richtige Mehl 
In Italien wird Weizenmehl vom Typ 00 verwendet. Dieses Mehl sollte man auf jeden Fall im Edeka bekommen. Bisher hatte ich immer sehr gute Erfahrungen mit dem Mehl der italenischen Firma „de Cecco“ gemacht. Solltet Ihr das Mehl nirgends bekommen, könnt Ihr es auch bei Amazon bestellen.

Alternativ gibt es auch Regionale Mühlen die das „Pizzamehl“ vom Typ 00 im Sortiment haben, wie bei uns z.B. die Heimatsmühle.

Zubereitung der Tomatensauce

Zutaten:
1 Dose „Mutti“ San Marzano Tomaten
5 g Salz
Olivenöl nach Gusto 🙂
evtl. ein zwei TL Ankerkraut Pizzagewürz

So nachdem die Teiglinge wohl gerade gehen, machen wir uns an die zweitwichtigste Komponente, die Tomatensauce!

Hier ist das wichtigste Kriterium, die Auswahl der richtigen Tomaten. Und da gibt es meiner Meinung nach nur eine Sorte: San Marzano Tomaten. Diese bekommt ihr im Normalfall auch wieder im Edeka. Ich empfehle die San Marzano Tomaten von der Firma „Mutti“.

Sollte Ihr diese bei euch nicht finden, bekommt Ihr sie natürlich auch wieder bei Amazon:

Gebt die Tomaten in eine kleine Schüssel, und zerkleinert die Tomaten mit einer Gabel, es dürfen ruhig noch gröbere Stücke dabei sein! Auf keinen Fall die Tomaten Pürieren.
Nachdem die Tomaten etwas zerkleinert sind, gebt ihr das Salz und Olivenöl sowie ggf. das Pizzagewürz dazu. Stellt die Sauce in den Kühlschrank und lasst sie gehen bis die Pizza fertig ist.

Grill vorbereiten
Nachdem der Teig sowie Sauce zubereitet wurde, können wir schon langsam den Grill vorbereiten. Mein Setup: 1x Rössle 50cm Kugelgrill sowie der Moesta Smokin Pizzaring.
Legt euch am besten den Moesta Pizzaring zu, ich kann eine ganz klare Kaufempfehlung aussprechen, er ist jeden Cent wert. Im Packet ist der Pizzaschieber sowie Pizzastein enthalten!
Schiert am besten ca. ne 1/2 – 3/4 Stunde vorher den Grill an, damit dieser seine Temperatur bekommt, diese sollte über 300 Grad sein!

Am besten Ihr legt auch schon den Pizzastein in den Grill rein, damit dieser auch auf Temperatur kommt. Er sollte unbedingt warm/heiß sein, bevor Ihr die erste Pizza reinschiebt!

Jetzt müsst Ihr eure Pizzen nur noch belegen und in den Ofen schieben! Um eine traditionelle napoletana Pizza zu machen, braucht Ihr zur Tomatensauce nur noch Büffelmozzarella und evtl. frischen Basilikum.

Geheimtipp: Damit die Pizza nicht an den Schieber klebt, könnt Ihr zuvor bisschen Maisgrieß (Polenta) auf den Schieber geben.

Und so sollte das ganze dann fertig ausschauen:

Buon appetito !